Würzige Mischung: Cocktails mit Kräutern

Im Cocktail liegt die Würze

Basilikum, Thymian und Salbei verleihen jeder Nudelsoße die perfekte Würze. Aber nicht nur beim Kochen sind Kräuter der Hit. Auch Barkeeper sind auf den Geschmack gekommen und haben Cocktails mit frischen Kräutern zum Mega-Trend ausgerufen. Die wichtigsten Gewürze, die ab sofort in jeder Hausbar vorrätig sein sollten, plus die besten Rezepte zum Nachmixen findet ihr hier!

Schon mal einen Wodka mit frischem Salbei probiert? Nein? Dann wird’s aber Zeit! Denn gute Bartender wissen längst: Kräuter sorgen in Drinks für eine spezielle sooo-lecker-Note.

Gerade im Frühling und Sommer, wenn die Pflanzen sprießen, erwacht die Lust auf Gewürz-Cocktails. Die wichtigsten Kräuter, die auch Barprofis verwenden, findet ihr in dieser Übersicht:

Basilikum (Lippenblütler)
Abgeleitet von „Basileus“, dem griechischen Wort für „König“. In Indien gilt Basilikum als heilig und in der Ayurveda Medizin wird er als Heilmittel verwendet und man sagt ihm nach, es wirke nervenberuhigend.

Lavendel (Lippenblütler)
Ursprünglich in den Küstenregionen des Mittelmeerraums beheimatet. Heute ist er in ganz Südeuropa verbreitet. Lavendel schmeckt parfümiert, besitzt eine leicht bittere Note und soll schlaffördernd und beruhigend wirken.

Melisse (Lippenblütler)
Eigentlich eine südeuropäische Pflanze, sie wird aber schon lange auch in Mitteleuropa angebaut. Zerreibt man Melisse zwischen den Fingern, duftet sie leicht nach Zitrone. Sie kann gegen nervöse Herzbeschwerden, Unruhe und Reizbarkeit helfen. Es gibt viele verschiedene Melisse-Sorten, zum Beispiel Zitronenmelisse, weiße Melisse, purpurne Goldmelisse und moldavische Melisse.

Minze (Lippenblütler) - mild bis scharf
Hat eine Riesenfamilie. Es gibt etwa 600 verschiedene Varianten unter den 20 bis 30 Arten. Einige Beispiele:

  • Grüne Minze wird auch als Römische Minze bezeichnet, besitzt ein mildes Minzaroma.
  • Pfefferminze ist sehr mentholhaltig. Sie entstand aus einer Kreuzung von Bach- und Waldminze. Wirkt gegen Gallenbeschwerden, Migräne und Erkältungen.
  • Spearmint die “Kaugummiminze“, auch als Speerminze bekannt. Schmeckt leicht süßlich und milder als Pfefferminze.
  • Wasserminze ist mild im Geschmack. Sie zählte zu den heiligen Pflanzen der Druiden und wächst vor allen an Ufern.
  • Orangen- und Limonenminze - sehr fruchtiges Aroma, das an Orangen bzw. Limonen erinnert. Wirkt entzündungshemmend, nervenstärkend, krampf- und schleimlösend.
  • Pfefferminze „Nana“ ist als Tee besonders beliebt in Marokko, besitzt ein mildes Mentholaroma.
  • Weiße Minze schmeckt mild nach Zitronen.

 

Rosmarin (Lippenblütler)
Wegen seines typischen Geschmacks wird er auch Weihrauchkraut genannt. Wild gedeiht die Pflanze vor allem im westlichen und mittleren Mittelmeerraum. Der Rosmarin liebt sonnige, trockene und kalkreiche Standorte. Als Heilkraut wird er vor allem angewendet, um den Appetit anzuregen.

Salbei (Lippenblütler)
Sein Name ist von dem lateinischen Wort „salvare“ abgeleitet, was soviel wie „heilen“ heißt. Spezialheilkraft: seine zusammenziehende und desinfizierende Eigenschaft. Deshalb wirkt er gut gegen Halsentzündungen, aber auch als Schweißhemmer. Sein Aroma ist kräftig und würzig-bitter.

Thymian (Lippenblütler)
Noch so ein Gewürz mit weit verzweigter Familie: 300-400 verschiedene Arten zählten Botaniker bis jetzt – zum Beispiel Feld-, Garten-, Silber-, Zitronen-, Jamaika- und Orangenthymian. Thymian kommt vor allen zur Heilung der Atmungsorgane zum Einsatz. Er duftet intensiv aromatisch und schmeckt herzhaft, leicht herb und ein bisschen nach Majoran.

Waldmeister (Rötegewächs)
Das „Wohlriechende Labkraut“ (Galium odoratum) duftet nach Heu & Vanille – und so schmeckt es auch. Der Waldmeister mag es schattig und wächst vor allem in europäischen Laubwäldern. Als Basiszutat in der Maibowle bekommt er im Frühjahr und Frühsommer seinen großen Auftritt. Doch Vorsicht: zu viel Waldmeister führt zu Schwindel und Übelkeit, da er den Pflanzenstoff Cumarin enthält.

Zitronengras (Süßgras)
In Asien ein echtes jeden-Tag-Gewürz, hierzulande noch relativ exotisch, obwohl es immer mehr Fans gewinnt. Es riecht und schmeckt frisch nach Zitrone und eignet sich gut zur Vorbeugung gegen Grippe.